PlayStation-Spiele zu spielen bedeutete bisher meist, auf die Hardware von Sony angewiesen zu sein – doch eine kleine Steam-App testet jetzt, wie stabil diese Mauern wirklich sind. PSStream, eine 6,89 € teure Drittanbieter-App auf Steam, ermöglicht euch, PS5-Spiele auf dem PC oder Steam Deck zu streamen, ohne dass zu Hause eine laufende Konsole stehen muss – und allein das sorgt für Gesprächsstoff.
Statt Nutzer:innen dazu zu zwingen, verschiedene Dienste zu verwalten, bündelt die App mehrere PlayStation-Funktionen an einem Ort. „Remote Play“ funktioniert wie gewohnt: Ihr könnt Spiele von einer PS4 oder PS5 aus dem Heimnetzwerk streamen, sofern eine Konsole verfügbar ist. Auch der Cloud-Zugang zu PlayStation Plus Premium-Titeln ist direkt integriert und spiegelt damit das Angebot für bestehende Abonnent:innen wider.
Gekaufte Spiele endlich mobil nutzen
Besonders auffällig ist allerdings die PS5-Spielbibliothek. Hier könnt ihr alle kompatiblen Spiele sehen und streamen, die ihr bereits über euer PlayStation-Network-Konto gekauft habt – unabhängig davon, ob sie Teil des Plus-Katalogs sind. Wer sich schon mal unterwegs von den eigenen Käufen ausgeschlossen gefühlt hat, versteht sofort, warum das spannend ist.
Auch die Performance macht neugierig. PSStream verspricht 1080p-Streaming mit 60 Bildern pro Sekunde, HDR und niedriger Latenz – also in etwa das, was Sony auch auf eigener Hardware zusichert. Damit bewegt sich die App auf Augenhöhe mit dem kürzlich erweiterten PlayStation Portal, das inzwischen ebenfalls die Möglichkeit bietet, gekaufte PS5-Spiele aus der Cloud zu streamen und so mehr als nur eine Fernanzeige ist.
Im Vergleich zu Community-Tools wie Chiaki, die komplett auf eine lokale Konsolenverbindung setzen, geht PSStream mit dem Cloud-Fokus einen deutlichen Schritt weiter. Laut Entwickler werden die gleichen APIs wie bei Sonys offizieller Remote-Play-App genutzt und Sicherheitschecks nicht umgangen.
Trotzdem bleibt es ein Risiko, die PSN-Zugangsdaten bei einem Drittanbieter einzutragen – und Sony hat sich bisher nicht dazu geäußert, ob diese Form des Zugriffs rechtens ist. Vorerst bekommen deutsche Nutzer:innen einen günstigen Zugang zu mehr Flexibilität, aber wie lange das so bleibt, hängt davon ab, wie Sony darauf reagieren wird.